Demo-Aufruf

Bündnis Junge Landwirtschaft bei der Demo “Wir haben es satt” in Berlin

Stellt euch vor, ihr könnt in Zukunft keine ökologisch erzeugten und regionalen Produkte mehr kaufen, da für die bäuerlichen Erzeuger*innen keine landwirtschaftlichen Flächen mehr zur Verfügung stehen. Bereits jetzt bewirtschaften in Ostdeutschland größtenteils Tiefladerbäuer*innen die Äcker, die mit ihrem schweren Gerät zu den Äckern anreisen und diesen mit Profitgier ausbeuten.

Wollt ihr eine solche agrarindustrielle Landwirtschaft oder wünscht ihr euch bäuerliche Betriebe mit Charakter?

Es müssen jetzt Weichen gestellt werden. Die aktuelle Bodenpolitik verhindert die Neugründung bäuerlicher Betriebe. Die Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft (BVVG GmbH), eine bundeseigene Gesellschaft die für die Verwaltung landwirtschaftlicher Flächen in Ostdeutschland zuständig ist, vergibt die Flächen zu Niedrigstpreisen an Großbetriebe oder/ und an außerlandwirtschaftliche Investor*innen. Im Gegensatz dazu werden Bäuer*innen der Landerwerb mittels hoher Kauf- und Pachtpreise systematisch erschwert.

Wir, das Bündnis Junge Landwirtschaft sind Auszubildende und StudentI*innen in der ökologischen Landwirtschaft sowie Engagierte, die sich für eine Änderung der Landvergabekriterien der BVVG einsetzen. Eine Bindung der Landvergabe an ökologische und soziale Kriterien sehen wir als erforderlich an.

Lasst uns gemeinsam diesen Landraub stoppen und eine Zukunft mit bäuerlichen Betrieben aufbauen.

 

Seit geraumer Zeit sind sogenannte „Braune Ökologen” (z.B. Neo – Artamanen in Mecklenburg-Vorpommern) in ländlichen Regionen Ostdeutschlands aktiv, die eine kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft zum „Heimatschutz” und zum Wohle der „Volksgesundheit” betreiben. Wir distanzieren uns ausdrücklich von diesen und jeglichen anderen rechtskonservativen bzw. rechtsextremen Ansichten.

Unser Anliegen ist eine weltoffene, bäuerliche und ökologische Landwirtschaft zum Wohle jedes Menschen.