Via Campesina Studie zu Landgrabbing und Zugang zu Land in Europa in Brüssel vorgestellt

Am Montag, den 25. Juni gab es ein wildes Planungs- und Austauschtreffen von Via Campesina Aktivist*innen aus ganz Europa im Büro in Brüssel. Völlig überfüllt – mit Übersetzungen in Englisch, Spanisch und Französisch. Es war spannend von den Kämpfen in anderen Ländern zu hören – erschreckend, dass die Herausforderungen sehr ähnlich sind. Landgrabbing passiert überall. Außerlandwirtschaftliches Kapital heizt den Landmarkt auf. Gas Fracking ist eine Bedrohung an vielen Orten. So auch Bergbau, wie Braunkohle Tagebau.

Aber es gibt auch ermutigende Erfolge – wie in Polen, wo die Bäuer*innen nach wochenlangen Traktor-Straßenblockaden erreicht haben, dass sie nun in ihrem Landkreis jedem Landverkauf zustimmen müssen (und ihn auch blockieren können!).

All das, und noch viel mehr in der Studie! Lest die Einleitung und das Deutschlandkapital. Wir arbeiten gerade auf Hochtouren an der Übersetzung – im Moment ist sie nur in Englisch.

Am Dienstag war dann vormittags die offizielle Vorstellung der neuen Studie im Europaparlament. Zusammen mit der GUE/NGL Fraktion (da ist z.B. die Linkspartei mit drin) haben Via Campesina Aktivist*innen die Studie vorgestellt. Lebhafte Debatten gab es mit dem Policy Direktor der Landwirtschafts Kommission.

Gabi Zimmer, Vorsitzende der GUE/NGL Fraktion, und deutsche Linkspartei Abgeordnete hat noch nicht verstanden, das Landgrabbing nicht nur im Globalen Süden ein Thema ist. Und im deutschen Kontext gilt es „Interessen abzuwiegen“ – wenn das mal nicht heißt der Agroindustrie, egal ob früher mal LPG oder nicht, Schutz zu gewähren!

Der vollständige Bericht kann in der Webseite der Eurovia eingesehen werden.

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